Der Film
Seit über 60 Jahren arbeitet Hans Josephsohn mit äußerster
Konsequenz an seiner eigenen plastischen Sprache. Jede Arbeit ist Teil
eines übergeordneten Bauplans, hartnäckig greift er immer wieder
auf dieselben Motive zurück.
Der Film zeigt die Entstehung verschiedener Skulpturen und Reliefs
von der Skizze bis zur endgültigen Bronze und versucht, den inneren
Antrieb der lebenslangen Suche von Hans Josephsohn zu verstehen und das
Spezifische seiner Arbeit zu entziffern. Sein Werk, das nur scheinbar
dem zeitgenössischen Kunstschaffen entgegensteht, ist gründlich
dokumentiert.
Der Bau des Films folgt dem Ablauf eines Arbeitstages von Hans Josephsohn
in seinem Atelier. Josephsohn arbeitet seit Jahrzehnten nach einem immer
gleich bleibenden Tagesrhythmus - ein stetes Vorantreiben seines immensen
Werks. Seine gleichzeitige Arbeit an verschiedenen Skulpturen und Reliefs
wird immer wieder von Pausen unterbrochen, damit neu angebrachte Gipsschichten
trocknen können. Diese Unterbrüche sind Inseln, von denen aus
in Gesprächen verschiedene Aspekte seines Werks filmisch erkundet
werden. Nur Josephsohn äußert sich zu seiner Arbeit, keine
anderen Personen kommen zu Wort.
Der ganze Film ist über ein Jahr angelegt. Lebenserfahrung wird verdichtet,
ein Leben dessen Ereignisse die Lösung künstlerischer Probleme
sind. Josephsohn beginnt an einem Sommermorgen vor seinem Atelier zu arbeiten,
er wird an einem Winterabend die Türe zu seinem Atelier abschließen.