Josephsohn Bildhauer
                             
Hans Josephsohn wird 1920 im ostpreussischen Königsberg geboren.

Wegen seiner jüdischen Herkunft kommt er 1938 über Italien in die Schweiz, seitdem arbeitet und lebt er in Zürich. Die unangepasste Gradlinigkeit seiner Arbeit blieb lange nur einem kleinen Kreis zugänglich. Josephsohn war jedoch bei Kunstkennern und Kunststudenten seit längerem hochgeschätzt. 2001 nimmt der Galerist Bob van Orsouw, der sich international mit zeitgenössischer Kunst einen Namen gemacht hat, den inzwischen 80 jährigen Hans Josephsohn, in sein Programm auf und zeigt seine Skulpturen an der Art Basel. Josephsohn tritt plötzlich aus der relativen Isolation heraus. In der FAZ z.B. wird Josephsohn als „Entdeckung“ gefeiert. Sein Werk „eine glaubwürdige, ästhetisch bedeutende Antwort auf die Brüche und Verwerfungen innerhalb moderner Plastik verkörpert.“
(B. Ohnesorge, FAZ 17.7.2002)
Nach der international beachteten Einzelausstellung am Stedelijk in Amsterdam 2002 begannen weit herum Private und Museen das Werk von Josephsohn zu sammeln.In Kunstkreisen und auch immer mehr in der Öffentlichkeit wird Hans Josephsohn als einer der bedeutendsten Bildhauer der Gegenwart eingeschätzt.Heute ist sein Werk unter anderem in zwei dauerhaften Museen ausgestellt: La Congiunta in Giornico TI und im Kesselhaus St. Gallen. Es gab diverse Einzelausstellungen in Schweizer Kunsthäusern und verschiedene Bücher. 2003 erhielt Josephsohn den Kunstpreis der Stadt Zürich.2005 fanden zu seinem 85. Geburtstag in Appenzell, St. Gallen, Köln, Berlin und New York verschiedene Ausstellungen statt. Ebenfalls erschien eine umfassende Monographie.
Verschiedene internationale Ausstellungen (New York, Frankfurt, Köln, London) sind in Vorbereitung ... diese elementare, drängende Formensprache ... gehört nach Alberto Giacometti zum Wesentlichsten im Bereich der Figurendarstellung in der Schweizer Kunst.“
(M. Frehner, Neue Zürcher Zeitung 20. 05. 2000)